Cert-Nummer auf Graded Cards verdecken

Lade das Foto des Slabs: Zertifizierungsnummer, Barcode und QR-Code auf dem Label werden von selbst gefunden und entfernt, egal ob die Karte von Pokémon, Magic, Yu-Gi-Oh, One Piece oder einem anderen Spiel ist. Du prüfst, passt die Kästen bei Bedarf an und lädst das fertige Foto zum Posten herunter.

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Warum man die Zertifizierungsnummer verdeckt

Jede gegradete Karte trägt eine Zertifizierungsnummer auf dem Label, die nur zu ihr gehört, in normalen Ziffern gedruckt und fast immer als Barcode wiederholt. Wer sie auf der Website der Grading-Firma eingibt, findet den Eintrag dieser Karte: Name, Note und bei vielen Karten die Fotos, die beim Grading gemacht wurden. Damit prüft ein Käufer, ob der Slab echt ist, und genau deshalb ist die Nummer für Slab-Fälscher wertvoll.

Ein gefälschter Slab mit einer erfundenen Nummer fliegt bei der ersten Prüfung auf, ein gefälschter Slab mit der Nummer einer echten Karte besteht sie. Im August 2021 berichtete jemand in einer Sammlerdiskussion von einem Shining Glurak (Charizard) der ersten Edition mit PSA 10, der auf eBay mit der Zertifizierungsnummer des echten Exemplars angeboten wurde, das zur selben Zeit ebenfalls zum Verkauf stand. Die Fälschung verriet sich durch Details, die auf einem Foto leicht übersehen werden, etwa ein schief gedrucktes Label und ein Slab, der für die Karte darin zu groß war. Die Nummer dagegen war echt, und eine echte Nummer lässt sich von jedem veröffentlichten Foto abschreiben.

Deshalb verdecken viele Sammler das Label von Hand, wenn sie eine Karte in sozialen Netzwerken oder in einer Gruppe zeigen: mit einem Sticker, einem Gekritzel oder einem Finger. Dieses Tool macht dasselbe von allein: Es findet Nummer, Barcode und QR-Code und entfernt sie, und dir bleibt nur noch zu prüfen, ob alles verdeckt ist.

Wann es sich lohnt, die Nummer doch anzugeben

Die Nummer zu verdecken hat einen Preis, und den solltest du kennen, bevor du es tust. Wer eine gegradete Karte kauft, möchte das Zertifikat auf der Website der Grading-Firma prüfen, sehen, wofür dieses Exemplar früher verkauft wurde, und die Fotos im Eintrag mit denen im Angebot vergleichen. In Sammlerforen kommt das Thema oft zur Sprache, und die Antwort vieler Käufer ist klar: Man kauft die Karte, nicht den Slab, und nur die Nummer zeigt sicher, dass die gelieferte Karte die vom Foto ist.

Neben gefälschten Slabs gibt es auch das umgekehrte Risiko. Ein Verkäufer, der die Nummer verbirgt, kann eine Karte zeigen und eine andere mit derselben Note verschicken, und der Käufer hat nichts in der Hand, um das anzufechten. Der Mittelweg, den viele wählen, ist einfach: Auf Fotos, die in sozialen Netzwerken und Gruppen eine Sammlung zeigen, wird die Nummer verdeckt; in einem Verkaufsangebot wird sie auf den öffentlichen Fotos verdeckt und ernsthaften Interessenten privat mitgeteilt, oder sie bleibt sichtbar, was die transparenteste Wahl von allen ist.

Was das Tool findet

Auf den Labels der gängigsten Firmen erscheint die Nummer in mehreren Formen, und das Tool sucht nach allen. Die erste ist der Barcode auf den Labels von PSA, Beckett und CGC. Zuerst versucht es, ihn zu lesen, und wenn das Foto zum Dekodieren zu klein oder zu unscharf ist, erkennt es ihn an seiner Form: Eine Reihe paralleler, dichter und regelmäßiger Striche ist zu sehen, auch wenn sie sich nicht lesen lässt, und wird trotzdem verdeckt. Die zweite ist der QR-Code, den PSA-Labels seit 2017 auf der Rückseite tragen, ebenso wie die von CGC, und der zum Eintrag der Karte führt: Wenn du die Rückseite fotografierst, muss auch er verschwinden.

Die dritte Form ist die in Ziffern geschriebene Nummer. Um sie zu finden, liest die Seite den Text im Foto, zuerst rund um die Codes, wobei sie das Label begradigt, wenn das Foto schief ist, und dann im ganzen Foto, und sie behält Folgen von mindestens sieben Ziffern, oder sechs, wenn sie neben einem Code stehen. Sie korrigiert die typischen Verwechslungen der automatischen Erkennung, etwa ein O statt einer Null oder ein l statt einer Eins, und wenn der Barcode gelesen wurde, nutzt sie seinen Inhalt, um die Nummer auch dann zu erkennen, wenn die Erkennung nur einen Teil davon erfasst oder ein, zwei Ziffern falsch gelesen hat. Die silbernen Labels von Beckett, die auf einem hellen Foto grau wirken, bekommen einen zweiten Durchgang, der den Kontrast Bereich für Bereich beurteilt. Der Textleser ist derselbe wie bei Text aus Bild.

Das Tool weiß nicht, welche Firma den Slab hergestellt hat, und muss es auch nicht wissen, denn es sucht Codes und Nummern, wo immer sie sind: Es funktioniert bei Papierlabels genauso wie bei Slabs, bei denen der Text in den Kunststoff gedruckt ist. Auch das Spiel spielt keine Rolle: Pokémon, Magic: The Gathering, Yu-Gi-Oh!, One Piece, Lorcana, Dragon Ball, Digimon und Sportkarten landen alle in denselben Slabs mit denselben Labels. Note, Kartenname und den Rest des Labels rührt es nicht an, und genau die willst du ja zeigen.

Entfernen statt weichzeichnen

Eine Nummer weichzuzeichnen oder zu verpixeln scheint zu reichen, tut es aber nicht. Es gibt zehn mögliche Ziffern, und die Schrift eines Labels ist immer dieselbe: Man probiert einfach die infrage kommenden Nummern durch, zeichnet sie auf dieselbe Weise weich und behält die, die dasselbe Bild ergibt. Deshalb gibt es hier keinen Weichzeichner. Wie man weichgezeichneten Text trotzdem wieder lesbar macht, erklärt ausführlich die Seite Daten im Screenshot schwärzen.

Voreingestellt ist Entfernen: Der Bereich des Codes wird mit der Farbe des umgebenden Labels übermalt, die aus den Pixeln direkt außerhalb des Kastens stammt und nie aus denen darin, mit etwas Körnung, damit er nicht wie ein einfarbiger Fleck wirkt. Das Ergebnis ist ein Label, das scheinbar nie eine Nummer hatte. Wenn du lieber zeigen möchtest, dass dort etwas war, kannst du einen schwarzen oder einen weißen Balken wählen.

In allen drei Fällen wird die heruntergeladene Datei von Grund auf neu erstellt: Das Originalfoto wird auf eine leere Leinwand neu gezeichnet, und die Abdeckungen kommen darüber. Darunter bleibt nichts, was sich wiederherstellen ließe, und es gibt keine Ebene, die man wie in einem Grafikprogramm verschieben könnte.

Sieh dir das Foto immer an, bevor du es postest

Das Tool findet fast immer, was es finden soll, aber fast immer reicht nicht, wenn ein Fehler online landet. Spiegelungen auf dem Kunststoff können genau auf die Ziffern fallen, ein stark schräg aufgenommenes Foto verzerrt den Text, und bei einem aus der Ferne fotografierten Slab kann die Nummer zu klein zum Lesen sein. Deshalb sagt es dir am Ende, was es verdeckt hat. Ist die Nummer noch zu sehen, ziehe auf dem Foto einen Kasten darüber oder drücke auf „Kasten hinzufügen“ und schiebe ihn dorthin, wo er gebraucht wird.

Auch das Gegenteil kann passieren: Das Tool verdeckt vielleicht etwas, das kein Code ist. Eine Karte mit einem Muster aus engen Streifen etwa kann wie ein Barcode aussehen. Jeder Kasten steht in der Liste unter dem Foto, mit einer Schaltfläche zum Entfernen, und „Gefundene wiederherstellen“ setzt alles auf den Stand nach der Suche zurück.

Die Nummer kann auch anderswo durchsickern: im Titel oder in der Beschreibung des Angebots, auf einem anderen Foto, auf dem die Rückseite zu sehen ist, im Dateinamen des Fotos, wenn du es nach der Nummer benannt hast. Jede Folge von sechs oder mehr Ziffern wird schon aus dem Namen der heruntergeladenen Datei entfernt, den Rest musst du aber mit eigenen Augen prüfen.

Deine Fotos bleiben auf deinem Handy

Die ganze Arbeit erledigt dein Browser: Die Fotos werden auf keinen Server hochgeladen, und niemand sieht sie. Beim ersten Mal lädt die Seite den Codeleser und den Textleser herunter, insgesamt etwa 9 MB, und behält sie dann, sodass sie ab dem zweiten Mal sofort startet. Auf einem aktuellen Handy ist ein Foto in wenigen Sekunden geprüft, und du kannst bis zu zwanzig laden.

Das heruntergeladene Foto hat dasselbe Format wie das Original, außer bei HEIC vom iPhone und AVIF: Diese werden zu JPG, weil sich dieses Format überall öffnen lässt. Die Größe bleibt gleich, außer auf iPhone und iPad, wenn das Foto mehr als 16,7 Millionen Pixel hat: Dort zeichnet Safari so große Bilder nicht, also wird es etwas kleiner, und die Seite sagt es dir. Außerdem fehlen die versteckten Daten, die Handys hinzufügen, etwa Datum, Modell und Standort, weil das Bild neu ist. Auf dem iPhone öffnet die Schaltfläche „Teilen oder in Fotos sichern“ das Teilen-Menü, von dem aus du das Foto in der Mediathek sichern oder direkt an eine App senden kannst. Wenn du dagegen nur diese Daten aus einem Foto entfernen willst, ohne etwas zu verdecken, geht es schneller mit Metadaten entfernen.

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