Wie viele Tapetenrollen du brauchst
Gib die Raummaße und die Rollengröße ein: So siehst du, wie viele Rollen du kaufen musst.
So funktioniert es
Wir schätzen die Wandfläche und teilen sie durch die Fläche einer Rolle, mit etwa 15 % Zuschlag für Verschnitt und Musteransatz.
Hinweis
Tapeten mit großem Muster brauchen mehr Material, damit das Muster an den Bahnen passt: Plane einen größeren Zuschlag ein.
Der Rapport ist die Zahl, die alles entscheidet
Auf dem Etikett der Rolle steht neben den Maßen eine Zahl, auf die fast niemand achtet: der Rapport, also der Abstand in Zentimetern, nach dem sich das Motiv senkrecht wiederholt. Er entscheidet über den Verschnitt, nicht die Fläche. Bei einem Rapport von 64 Zentimetern muss jede Bahn auf das nächste Vielfache von 64 über der Wandhöhe zugeschnitten werden, und was unten übrig bleibt, landet im Müll.
Bei einer 260 cm hohen Wand mit einem Rapport von 64 cm brauchst du fünf Wiederholungen, also 320 Zentimeter Tapete, um 260 zu bedecken: Zwanzig Prozent gehen verloren, bevor du überhaupt anfängst. Deshalb reichen fünfzehn Prozent Zuschlag bei einfarbigen Tapeten, bei einem großen Muster aber fast nie.
Gerader und versetzter Ansatz
Liegt das Muster auf jeder Bahn auf derselben Höhe, ist der Ansatz gerade und es gilt die Rechnung oben. Ist er dagegen versetzt, also jede Bahn um einen halben Rapport gegenüber der vorherigen verschoben, verdoppelt sich der Verschnitt fast, weil zwei aufeinanderfolgende Bahnen nie am selben Punkt beginnen. Auf dem Etikett wird der Unterschied mit zwei Symbolen angezeigt: zwei Pfeile nebeneinander oder versetzt.
Es gibt allerdings einen Ausgleich, den Tapezierer immer nutzen: Beim versetzten Ansatz dient das Reststück einer Bahn oft als Anfang der nächsten. Es lohnt sich, die Bahnen zu nummerieren und die Reste aufzuheben, bis die Wand fertig ist.
Bahnen zählen, nicht Quadratmeter
Tapeziert wird nicht nach Fläche, sondern in ganzen senkrechten Bahnen: Niemand schneidet eine Bahn der Länge nach durch, außer der letzten in einer Ecke. Ehrlich gerechnet zählst du daher, wie viele Bahnen in die Breite der Wand passen, aufgerundet, und wie viele Bahnen eine Rolle hergibt, abgerundet.
Daraus folgt eine praktische Konsequenz: Türen und Fenster verringern die Zahl der Rollen weniger, als ihre Fläche vermuten lässt, denn die Bahn, die über sie hinweggeht, musst du ohnehin ganz kaufen. Über einer Tür brauchst du ein Stück, unter einem Fenster ein weiteres, und bei beiden muss das Muster zu den Bahnen daneben passen.
Die Charge und die Wand darunter
Wie bei Fliesen trägt das Etikett eine Chargennummer: Zwei Chargen desselben Designs können sich um eine Nuance unterscheiden, und in einem Raum fällt das auf. Kauf alles auf einmal und nimm eine Rolle als Reserve dazu.
Und vor einem bewahrt dich keine Rechnung: Tapete verdeckt keine Mängel, sie bringt sie zum Vorschein. Eine Wand mit Rissen, Wellen oder schlecht entfernter alter Tapete zeigt im Streiflicht jede Unebenheit, und glatte, glänzende Tapeten am allermeisten. Die Vorbereitung mit Spachteln und Grundieren ist der Teil der Arbeit, der über das Ergebnis entscheidet.
Siehe auch
Die Wandmaße liefert das Tool Raumfläche und Raumvolumen. Für die einfarbige Alternative gibt es den Farbrechner, für den Boden den Fliesenrechner und für das Licht im Raum den Lumenrechner.