Wie viel Farbe du brauchst
Gib die Raumgröße, die Zahl der Anstriche und die Ergiebigkeit der Farbe ein: Du erhältst die benötigten Liter.
So funktioniert es
Die zu streichende Fläche ist der Raumumfang mal die Höhe, abzüglich der Öffnungen. Die Liter hängen von der Zahl der Anstriche und der Ergiebigkeit auf dem Eimer ab (meist 8-12 m²/L pro Anstrich).
Tipp
Kauf immer etwas mehr: Wenn du bei derselben Charge bleibst, vermeidest du Farbunterschiede beim Ausbessern.
Die Ergiebigkeit auf dem Eimer ist optimistisch
Die acht bis zwölf Quadratmeter pro Liter und Anstrich gelten für eine Wand, die glatt, schon gestrichen und gleichfarbig ist. Auf feinem Putz sinkt der Wert; auf rohem oder porösem Putz saugt die Wand die Farbe regelrecht auf, und die Ergiebigkeit kann sich halbieren. Deshalb verbraucht der erste Anstrich auf einer neuen Wand fast doppelt so viel wie der zweite: Der Untergrund saugt, bis er gesättigt ist.
Die Lösung ist nicht mehr Farbe, sondern ein erster Anstrich mit Grundierung: Sie kostet wenig, gleicht die Saugfähigkeit aus und spart die eigentliche Farbe. Auf einer neuen oder gespachtelten Wand macht sie sich fast immer bezahlt.
Wie viele Anstriche wirklich nötig sind
Zwei, fast immer. Bei nur einem sieht man es: Die Bahnen der Rolle bleiben sichtbar, und die Farbe darunter scheint im Streiflicht durch, auch wenn sie deckend wirkt. Drei braucht es, wenn man von einer dunklen zu einer hellen Farbe wechselt, wenn man einen Feuchtigkeits- oder Rauchfleck überdeckt oder wenn man Rot, Gelb oder Orange verwendet, die am wenigsten deckenden Pigmente überhaupt.
Bei einem Fleck gibt es etwas, das Farbe nicht löst: Ist die Ursache noch aktiv, kommt der Fleck wieder zum Vorschein, egal wie viele Anstriche du aufträgst. Erst trocknen lassen und absperren, dann streichen.
Öffnungen: wann man sie nicht abzieht
Türen und Fenster abzuziehen ist richtig, wenn sie groß sind. Sind die Öffnungen aber klein und zahlreich, kaufst du zu wenig, wenn du sie alle abziehst, denn um jede Öffnung gibt es eine Kante, die mit dem Pinsel gestrichen werden muss, und ein Pinsel verbraucht mehr als eine Rolle. Auf der Baustelle zieht man nur Flächen über einem Quadratmeter ab und ignoriert den Rest.
Die Decke, falls du sie streichst, musst du dagegen dazurechnen, denn sie ist in Umfang mal Höhe nicht enthalten: Sie entspricht der Bodenfläche und ist der Posten, der in der Rechnung am häufigsten vergessen wird.
Ganze Eimer kaufen, am besten aus derselben Charge
Farbe wird in festen Gebindegrößen verkauft und muss aufgerundet werden, aber es gibt noch einen Grund, nicht zu knapp zu kaufen: Zwei Eimer derselben Farbe, zu verschiedenen Zeiten gekauft, können aus verschiedenen Abtönchargen stammen, und auf einer großen Wand sieht man den Unterschied im Streiflicht. Wenn du mehr als einen Eimer brauchst, misch vorher alle zusammen in einem großen Kübel.
Reste solltest du gut verschließen und frostfrei lagern: Du brauchst sie zum Ausbessern, und nur so beseitigst du eine Macke von der Stuhllehne, ohne die ganze Wand neu zu streichen.
Siehe auch
Die zu streichende Fläche berechnet das Tool Raumfläche und Raumvolumen. Für den Boden gibt es den Fliesenrechner, für tapezierte Wände den Tapetenrechner und für das Licht im fertigen Raum den Lumenrechner.