Wie viele Lumen braucht ein Raum?
Gib die Quadratmeter und die Raumart ein: Du erhältst den empfohlenen Lichtstrom in Lumen für eine gute Beleuchtung.
So funktioniert es
Jeder Raum braucht eine bestimmte Beleuchtungsstärke (Lux). Die Lumen insgesamt ergeben sich aus Lux mal Quadratmetern und werden dann auf die Lichtquellen verteilt.
Tipp
Achte auf der Verpackung von Leuchtmitteln auf die Lumen, nicht auf die Watt: Die Lumen sagen dir, wie viel Licht sie wirklich erzeugen.
Watt bedeuten nichts mehr
Bei Glühbirnen war das Watt zur Gewohnheit geworden: 60 W bedeuteten eine bestimmte Lichtmenge. Mit LEDs ist diese Verbindung gerissen, denn dasselbe Licht kommt mit einem Zehntel der Leistung aus, und zwei 9-W-LEDs verschiedener Hersteller können sich in der Lichtausbeute um dreißig Prozent unterscheiden. Die Zahl, auf die du auf der Packung achten solltest, ist deshalb die Angabe in Lumen: Sie misst Licht, nicht Strom.
Als schnelle Orientierung: Eine alte 40-W-Birne lieferte etwa 470 Lumen, eine 60-W-Birne etwa 810, eine 100-W-Birne etwa 1.520. Mit diesen drei Zahlen übersetzt du eine Gewohnheit in einen Kauf.
Lux und Lumen sind nicht dasselbe
Das Lumen gibt an, wie viel Licht die Lampe verlässt, das Lux gibt an, wie viel auf einer Fläche ankommt: Ein Lux ist ein Lumen pro Quadratmeter. Dieselbe Lampe ergibt über einem Beistelltisch viel Lux und in einem großen Wohnzimmer sehr wenig, und deshalb läuft die Rechnung über die Quadratmeter.
Die üblicherweise empfohlenen Werte reichen von etwa 100 bis 150 Lux für einen Flur oder ein Schlafzimmer über 300 für ein Wohnzimmer oder ein Büro bis zu 500 und mehr auf einer Küchenarbeitsplatte oder einem Schreibtisch zum Lesen. Mit dem Alter verdoppelt sich der Bedarf: Ein Sechzigjähriger braucht viel mehr Licht als ein Zwanzigjähriger, um denselben Text zu lesen, und das ist eine der nützlichsten Korrekturen, wenn man die Wohnung älterer Eltern ausleuchtet.
Warum eine einzige Deckenleuchte nie reicht
Alle Lumen an einem Punkt mitten an der Decke zu bündeln, erzeugt harte Schatten, dunkle Ecken und unangenehme Blendung. Dieselbe Lichtmenge, auf drei oder vier Quellen verteilt, macht den Raum heller und angenehmer. Klassisch plant man in Ebenen: ein diffuses Grundlicht, ein gezieltes Licht dort, wo gearbeitet wird (Kochfeld, Schreibtisch, neben dem Bett), und ein gedämpftes Licht für den Abend.
Auf einer Arbeitsfläche zählt auch, woher das Licht kommt: Ist es hinter dir, fällt dein Schatten genau dorthin, wo du arbeitest, und daran ändern auch noch so viele Lumen nichts.
Die Zahl, die immer vergessen wird: die Farbtemperatur
Lumen sagen, wie viel Licht, Kelvin sagen, welche Farbe. Unter 3.000 K ist das Licht warm und gelblich, passend für Schlaf- und Wohnzimmer; um 4.000 K ist es neutral, gut für Küche und Bad; über 5.000 K ist es kalt und bläulich, und genau dieses Licht stört abends den Schlaf, weil es dem Tageslicht am nächsten kommt.
Dann gibt es noch den Farbwiedergabeindex, CRI (oft auch Ra): Unter 80 wirken die Farben flau und die Haut sieht krank aus, über 90 sieht alles richtig aus. In Küche, Bad und vor dem Spiegel merkt man diesen Unterschied stärker als die Lichtmenge.
Siehe auch
Die Raummaße liefert das Tool Raumfläche und Raumvolumen, den Verbrauch der Leuchtmittel der Stromkostenrechner. Für den Rest der Elektrik gibt es den Widerstands-Farbcode und das ohmsche Gesetz.