Maschenprobe: Maschen, Reihen und Garn

Nur die Maschenprobe entscheidet, ob der Pullover passt. Hier wird daraus die Zahl der anzuschlagenden Maschen, der zu strickenden Reihen und, wenn du sie wiegst, der Knäuel, die du kaufen musst.

Stricke eine Maschenprobe im Muster und mit den Nadeln des Projekts, wasche sie und lege sie so aus, wie du das fertige Stück behandeln wirst, dann zähle in der Mitte. Das Ergebnis: die anzuschlagenden Maschen und die zu strickenden Reihen.

Deine Maschenprobe
Die gewünschte Größe
leer lassen, wenn du sie nicht brauchst
Das Strickmuster
pro Seite, außerhalb des Mustersatzes
1, wenn das Muster keinen senkrechten Mustersatz hat

So misst du eine Maschenprobe, die nicht lügt

Stricke ein Quadrat von mindestens 15 mal 15 cm mit demselben Garn, denselben Nadeln und demselben Muster wie das Projekt, dann wasche es und lege es genau so aus, wie du das fertige Stück behandeln wirst. Waschen verändert die Maschenprobe, manchmal um 10 Prozent; eine trockene Maschenprobe und ein gewaschenes Kleidungsstück sind also nicht dasselbe. Zähle in der Mitte, über mindestens 10 cm, nie in der Nähe der sich einrollenden Ränder, und behalte die halben Maschen: Siehst du 21 und eine halbe, schreib 21,5, nicht 22.

Die Formel in zwei Zeilen

Teile die gezählten Maschen durch die Breite, auf der du sie gezählt hast, und du erhältst Maschen pro Zentimeter. Multipliziere mit der gewünschten Breite und du hast den Anschlag; genauso mit den Reihen für die Höhe. Die Einheit kürzt sich von selbst heraus, die Rechnung funktioniert also in Zentimetern wie in Zoll, solange Maschenprobe und Zielmaß dieselbe Einheit verwenden.

Warum die Maschen auf den Mustersatz gerundet werden

Ein 2x2-Rippenmuster braucht eine durch 4 teilbare Zahl und, in Hin- und Rückreihen gestrickt, zwei Maschen mehr, um symmetrisch abzuschließen; ein Zopfmusterstreifen hat seinen eigenen Mustersatz, meist angegeben als Vielfaches von N plus M. Rundet man auf die falsche Zahl, bricht das Muster mittendrin ab, genau am Rand, wo man es sieht. Dieses Tool sucht die gültige Zahl, die dem gewünschten Maß am nächsten liegt, und sagt dir, wie weit du danebenliegst, damit du entscheidest, ob du darunter oder darüber gehst. Randmaschen bleiben außerhalb des Mustersatzes, aber innerhalb der Breite.

Garn kauft man nach Lauflänge, nicht nach Gewicht

Die gewogene Maschenprobe ergibt Gramm pro Quadratzentimeter und daraus die Gramm für das ganze Projekt; die Lauflänge ist diese Grammzahl mal die Lauflänge eines Knäuels geteilt durch sein Gewicht. Wenn du das Garn ersetzt, zählt die Lauflänge, nicht das Gewicht: Zwei Knäuel zu 50 g, eines mit 125 m und eines mit 90 m, ergeben zwei verschiedene Kleidungsstücke, und mit dem zweiten geht dir mitten im Ärmel das Garn aus. Kauf alle Knäuel zusammen und prüfe die Partienummer auf der Banderole.

Die Grenzen, offen gesagt

Das ist eine Schätzung, keine Garantie. Die Fadenspannung ändert sich mit der Müdigkeit und zwischen Rundnadel und geraden Nadeln, Rippenmuster ziehen sich zusammen und müssen entspannt gemessen werden, Garn dehnt sich oder verfilzt nach dem Waschen. Und die Garnmenge hängt von deiner Waage ab: Bei einer Maschenprobe von 5 g ist ein Gramm Fehler 20 Prozent der Gesamtmenge, was bei einem Pullover ein paar Knäuel sind; deshalb zeigt dir das Tool immer, was dieser Fehler ausmacht, statt ihn zu verstecken.

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