Töne eines Akkords
Tippe einen Akkord ein (z. B. Cmaj7, Am, G7): Du siehst die Töne, aus denen er besteht.
Wofür es gut ist
Um zu wissen, welche Töne du für einen Akkord spielen musst, praktisch am Klavier, an der Gitarre oder für die Theorie. Es erkennt Dur, Moll, Septakkorde, sus, dim, aug und mehr.
So schreibst du den Akkord
Verwende die Buchstaben der internationalen Schreibweise (C, D, E, F, G, A, B) oder die Silben Do, Re, Mi, Fa, Sol, La, Si, die in Italien und Spanien üblich sind: „Do7“ ist C7, „La-“ ist Am. B ist das deutsche H (auch H wird verstanden), Bb das deutsche B; Kreuze schreibst du mit #, b-Vorzeichen mit b, also F# statt Fis und Eb statt Es. Beispiele: „C“ (C-Dur), „Am“ (a-Moll), „G7“, „Dmaj7“, „Fsus4“, „C/E“. Groß- und Kleinschreibung zählt: „CM7“ hat eine große Septime, „Cm7“ ist Moll.
Wie ein Akkord aufgebaut ist
Fast jeder Akkord entsteht durch das Übereinanderschichten von Terzen, also indem man jeden zweiten Ton der Tonleiter überspringt. Von einem C nimmst du das E und dann das G, und heraus kommt C-Dur. Sinkt der mittlere Ton um einen Halbton, wird daraus c-Moll: Dieser eine Halbton ist der Unterschied zwischen fröhlich und wehmütig, und deshalb ändert derselbe Song seinen Charakter, wenn sich ein Finger bewegt.
Mit einem vierten Ton entstehen die Septakkorde, die Spannung erzeugen und nach Auflösung verlangen: Der Dominantseptakkord (G7) zieht zum C wie eine Frage zur Antwort, und diese Kadenz schließt Millionen Songs ab. Nonen-, Undezimen- und Tredezimenakkorde schichten weitere Terzen übereinander und sind die typische Farbe von Jazz und Bossa Nova.
Die Namen, die verwirren
C7 und Cmaj7 sind nicht dasselbe, und der Unterschied ist groß: Der erste hat eine kleine Septime und ist eine Spannung, die sich auflösen will, der zweite eine große Septime und ist ein entspannter, fast schwebender Akkord. Schreibt man den einen statt des anderen, ändert sich die Farbe eines ganzen Stücks.
Cm7 ist wieder etwas anderes: der Moll-Akkord mit kleiner Septime, die typische Klangfarbe von Soul- und Funk-Akkordfolgen. Und Akkorde mit sus sind weder Dur noch Moll, weil die Terz, also genau der Ton, der den Charakter bestimmt, ersetzt wird: bei sus4 durch die Quarte, bei sus2 durch die Sekunde. Deshalb klingt ein Sus-Akkord unentschlossen und will sich in den vollständigen Akkord auflösen.
Warum derselbe Ton zwei Namen hat
Fis und Ges sind auf dem Instrument dieselbe Taste, aber in der Notenschrift nicht austauschbar: In einem Akkord hat jeder Ton eine Rolle, und sein Name sagt, welche. In D-Dur heißt die Terz Fis und nicht Ges, weil sie eine Art F sein muss: Als G geschrieben hätte der Akkord zwei G und kein F, und auf dem Papier wäre er nicht mehr lesbar.
An Gitarre oder Klavier wirkt die Unterscheidung pedantisch; konkret wird sie, sobald du eine Partitur liest, ein Stück transponierst oder für andere Instrumente schreibst. Und sie erklärt, warum manche Akkorde Namen tragen, die absurd aussehen, wie Eis oder Ces: Das sind keine Fehler, sondern derselbe Ton unter dem Namen, den der Zusammenhang verlangt.
Umkehrungen und warum zwei gleiche Akkorde verschieden klingen
Die Töne eines Akkords lassen sich in beliebiger Reihenfolge spielen, und der Akkord bleibt derselbe: C-E-G und E-G-C sind beide C-Dur. Was sich ändert, ist der tiefste Ton, und das hört man: Man nennt das eine Umkehrung, und sie wird mit Schrägstrich geschrieben, etwa C/E, was „C-Dur mit E im Bass“ bedeutet.
Das hat einen ganz praktischen Nutzen: Der Bass läuft in Schritten statt in Sprüngen. Eine Folge C, G/B, Am hat einen Bass, der C-B-A fällt (deutsch C-H-A), und der Wechsel klingt geschmeidig, wo drei Akkorde in Grundstellung sprunghaft klängen. Es ist einer der meistgenutzten und am wenigsten erklärten Tricks in der Begleitung.
Siehe auch
Für Gitarrengriffe gibt es Gitarrenakkorde, zum Wechseln der Tonart Akkorde transponieren und für eine Akkordfolge den Akkordfolgen-Generator. Die Theorie dahinter findest du in Tonleitern, Musikalische Intervalle und Quintenzirkel.